| |
Auf die Idee mit dieser Tour kam ich während des Praktikums bei der Mittelbayerischen Zeitung. Mir standen mehr oder weniger offiziell zwei Wochen Urlaub zu und so überzeugte ich Christian für unsere erste gemeinsame Tour. Bis jetzt folgte eine weitere, siehe Westcoast. Wir flogen im kalten München im Dezember weg, unsere Reiseleiterin in Miami begrüßte uns mit: "Heute ist es bei uns recht kalt, es hat nur 24 Grad Celsius, aber es soll noch wärmer werden. Vorweihnachtliche Stimmung am Strand von Miami Beach, mit der Bade hose vor dem Weihnachtsbaum in der Hotelhalle des Beachharbour Hotels in Miami Beach - ein komisches Gefühl. Gleich am Anfang entschieden wir uns dazu, alle möglichen Ausflüge zu buchen. Als erstes standen eine Hafenrundfahrt bei Nacht und eine Stadtrundfahrt mit Spaziergang am legendären Ocean Drive auf dem Programm. Besonders beeindruckend war die Tour nach Key West, wo wir ständig von irgendwelchen Hippies mit irgendwelchen Zeug volgelabert wurden. Den Abschluss dieses Tages machte ein Segeltörn mit einem Katamaran in den Golf von Mexico. Zweimal fuhren wir in die nähere Umgebung von Orlando. Beim ersten Mal besuchten wir die Universal Studios, die denen in Hollywood extrem ähnlich sind (wie wir einige Monate später feststellten).Beim zweiten Mal, im Kennedy Space Center oder Cape Canaveral bekamen wir einen Einblick in die amerikanische Raumfahrt. Das schönste Erlebnis auf dieser Reise war für mich aber der Abstecher in die Everglades, die riesigen Sümpfe in Florida. Bei einer Propeller-Boat-Tour machten wir Bekanntschaft mit Natur und Tierwelt (Alligatoren) und verfielen ganz nebenbei dem Geschwindigkeitsrausch, als unser indianischer Chaffeur das Boat mit nahezu 100 Stundenkilometern durch die Sümpfe hetzte. Zum Mittagessen gabs "All U can eat" Reis mit (Alligatoren?)-Fleisch. Danach gings nochmal motorisiert durch die Sümpfe. Dieses mal mit einem Sumpfbuggy, einem sehr seltsamen Gefährt, das aussah wie ein motorisierter Planwagen. Bei der Fahrt durch tiefsten Dschungel erlebten wir, dass Sümpfe durchaus nicht immer nass sein müssen. Nach kräftigen Einkäufen in diversen Outlet Mills und einem Besuch beim Basketball (NBA-Game: Miami Heat vs. Millwaukee Bucks 95:97) flogen wir wieder zurück und wurden im München fast Opfer des Kälteschocks, wir erlebten in 25 Stunden einen Temperaturwandel von etwa 40 Grad. Das positive an dieser Reise war sicherlich, dass wir viele Sachen gesehen haben, die es einfach wert waren gesehen zu werden. Allerdings war es nicht so schön, an einem Ort festzusitzen und bei Touren an andere gebunden zu sein. | |